Annick

Bipolare Störung

Es fiel mir schwer, meine Gefühle zu kontrollieren.
Ich weinte grundlos und fühlte mich völlig von der Realität entfremdet.
Ich hatte mehrere Depressionen.

Nichts machte mehr Sinn.
An diesem Punkt wollte ich einfach verschwinden, unsichtbar werden.
Dann suchte ich einen Psychiater auf, der bei mir eine Bipolare Störung feststellte.
Mit der richtigen Behandlung bin ich jetzt stabil.

Anfangs wurde ich von meiner eigenen Familie abgelehnt.
Sie akzeptierten meine Krankheit nicht… und ich übrigens auch nicht.
Ich verstand, dass ich es zuerst selbst akzeptieren musste, damit andere es auch tun konnten.

Es ist eine Krankheit, über die selten gesprochen wird.
So, als wäre sie in der Gesellschaft ein Tabu.
Als ich einen Film sah, in dem Thierry Lhermitte eine Person mit Bipolarer Störung spielte, hat mir das wirklich geholfen.

Endlich erschien das Thema im Fernsehen.
Ich nehme diese Krankheit mittlerweile als einen Streich des Lebens an.
Ich bin daran sehr gewachsen.
Heute nehme ich es an und spreche darüber. Das tut mir sehr gut.
Ich sage den Leuten gerne: „Angesichts deiner Krankheit hast du nur eine Wahl: Akzeptiere sie und mache das Beste draus.“